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Warum Video funktioniert

Videos, als ein Mittel des Storytellings, haben die außerordentliche Fähigkeit ihr Publikum emotional zu bewegen. Jeder von uns kennt einen oder mehrere packende Kinofilme, bei denen das auf die oder andere Weise der Fall war.

Nehmen wir ein Beispiel aus der jüngeren Vergangenheit: der Western-Thriller „The Revenant“.

Spätestens als die Hauptfigur Hugh Glass von einem Bären angegriffen wird und kaum überlebt, kann man die körperliche Tortur förmlich spüren.

Oder um es noch einfacher zu machen. Stellen sie sich folgendes vor:

Ein Mann kratzt seine Fingernägel an einer Tafel.

Allein die Vorstellung löst bei den meisten Menschen Unbehagen aus. Der Grund dafür sind Spiegelneuronen.

 

Was sind Spiegelneuronen?

Spiegelneuronen wurden erstmals bei Tierversuchen mit Affen entdeckt, als italienische Forscher den motorischen Cortex bei Affen untersuchten. Dieser Teil des Gehirns ist u.a. dafür verantwortlich, Bewegungen auszuführen. Im Falle dieses Experiments: das Aufheben einer Nuss.

Zum Überraschen der Forscher sandten die Nervenzellen nicht nur Signale, wenn der Affe selbst nach einer Nuss griff, sondern auch dann, wenn er einem Mitarbeiter bei der gleichen Handlung zusah.

Affe Nuss spiegelneuronen

Mit anderen Worten: Das Gehirn des Affen imitierte die gesehene Geste, obwohl er sich selbst nicht einen Zentimeter bewegt hatte.

Wie sich herausstellte, passiert genau das gleiche bei uns Menschen. Die Teile unseres Gehirns, die aktiv sind, wenn wir etwas Bestimmtes tun, sind ebenso aktiv, wenn wir jemand anderem nur dabei zuschauen.

Tatsächlich spielen diese Spiegelneuronen schon verrückt, wenn wir nur über die Handlungen anderer Leute lesen (Fingernägel auf einer Tafel).

Darüber hinaus ist bewiesen, dass das gleiche Prinzip auch für Emotionen gilt. Wenn wir Merkmale eines emotionalen Zustands bei jemandem beobachten, spiegeln wir diesen Zustand und nehmen die gleichen Emotionen wahr.

 

Was bedeutet das?

Wenn eine Story einen Protagonisten zeigt, der eine gewissen Emotion erfährt, ist es wahrscheinlich, dass der Zuschauer in einer Weise reagiert, die diese Emotion spiegelt.

Natürlich reagiert nicht jeder Mensch gleich auf alles was er sieht, hört oder liest. Wir können uns auch dagegen wehren Emotionen zu spiegeln. Etwa wenn wir der anderen Person gegenüber nicht aufgeschlossen sind oder uns andere Emotionen blockieren.

Umso wichtiger ist daher, das richtige Storytelling mit effektiven Mitteln einzusetzen.

Je mehr wir in eine Geschichte eintauchen und mit den Charakteren vertraut sind, desto wahrscheinlicher ist es, dass die gleichen emotionalen Höhen und Tiefen in uns ausgelöst werden, wie jene, die wir auf dem Bildschirm sehen.

 


 

Die Forschung zeigt, wie wichtig Storytelling für unsere Kommunikation ist.

Mit dem richtigen Einsatz von Storytelling und Video als dessen effektivstem Mittel können in uns Emotionen ausgelöst werden, die letztendlich auch unser Verhalten bestimmen.

 


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